Wild West im Norden
Das erste Zeltlager bleibt wohl jedem in Erinnerung und das Pfingstlager 2025 dürfte für viele legendär werden. Von unseren Wölflingen (Alter 8-10 Jahre) waren viele das erste Mal vier Tage lang dabei – und es hat drei Tage davon geregnet. Wir waren auf dem Jugendzeltplatz in Haselünne im Emsland. Dort gibt es Sandboden, was ein großes Glück war. So hielt sich der Schlamm in Grenzen.
Mit verschiedenen Gruppen aus dem Münsterland waren wir über 250 Personen, darunter 20 aus Dortmund-Eichlinghofen und 42 aus Paul-Gerhardt. 12 Kinder waren das erste Mal dabei und kamen zur Abfahrt dann teilweise mit Rollkoffer, weiteren Taschen und Kuscheltier. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, denn bei uns trägt jeder seine Ausrüstung selbst.
Ankunft am Lagerplatz war am Freitag gegen 19 Uhr und dann mussten vor dem Regen schnell die Kohten, unsere Pfadfinderzelte, aufgebaut werden. Damit wurde schnell eine eigene „Stadt“ aufgebaut und das passte auch zum Thema: Siedler in Amerika. Samstag und Sonntag gab es Regen. Und das Geländespiel, welches in die kurzen Regenpausen geschoben wurde. Dabei gab es einen Bürgermeister, der sich mit Gold aus dem Staube machte, Banditen, die uns überfielen (und es bald bereuten) und zum Abschluss dann das große, gemeinsame Essen aller Siedlerfamilien. Zum Montag endete glücklicherweise der Regen und wir konnten das Material im Trockenen einpacken. Das ist enorm wichtig, denn eine nasse Zeltplane zu trocknen ist schon eine Herausforderung, aber wir hatten 11 große Transportkisten mit Zeltmaterial!
Die Zeiten von Ravioli oder 4 Tagen Salamibrot sind übrigens Vergangenheit. Es gab indisches Linsendal mit Naanbrot oder Taboulé. Dank Karl aus Eichlinghofen, einem gelernten Koch, hörten wir folgendes Kompliment eines Kindes: „Ich esse nur was Mama kocht, das ist immer lecker. Aber das hier schmeckt noch viel besser!“
Eine weitere Meisterleistung lieferten Mona und Benni als Leiter der Wölflinge. Eine solch große Gruppe im Regen bei Laune und halbwegs trocken zu halten, ist sensationell!
An der Gemeinde konnten wir am Nachmittag den aufgeregten Eltern dann müde, schmutzige, aber heile und glückliche Kinder übergeben und noch 2 Stunden das Material in unseren provisorischen Lagerraum einräumen.
rom